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Gesund am PC

PC

Maus

Licht

Raumklima

Monitor

Tisch

Ergonom. Arbeitsplatz

Entspannungsübungen

Tastatur

Richtiges Sitzen

Raumgestaltung

 

Das langanhaltende Sitzen und die ständige Kontrolle des Monitors und der Tastatur mit den Augen beanspruchen den Körper. Ermüdung, Streß und Verspannungen, aber auch Augenreizungen können die Folge sein. Wer den Arbeitsplatz richtig einrichtet, kann diesen Stress überleben und die Symptome und daran anschließende gesundheitliche Beschwerden vermeiden.

PC

Bei der Auswahl der Rechnerkonfiguration sollten Sie nicht nur auf die Werbeaussagen achten: Die Geschwindigkeit des Rechners hängt meist wesentlich stärker von der Größe des Hauptspeichers als vom Prozessortyp ab. Wählen Sie deshalb lieber z.B. einen Pentium II 400MHz mit 128MB RAM als einen Pentium III 450 MHz mit 64MB!
Ebenfalls wichtig: Die Geschwindigkeit der Festplatte, ein gegebenenfalls vorhandener Cache-Speicher auf der Prozessor-Platine und nicht zuletzt die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte, da besonders unter Windows die Ausgabe auf den Bildschirm den größten Teil der Rechenkapazität beansprucht.

Monitor

Aus ergonomischer Sicht ist der Monitor die wichtigste Komponente eines PC. Jede Aktion wird dort festgehalten und vom Auge wahrgenommen. Daher gerade in einem preisgünstigen Paket genau auf die Qualität des Bildschirms achten. Im Zweifel ist es sinnvoll PC und Monitor getrennt zu kaufen. Besser einen 17- Zoll-Monitor kaufen. Der Monitor sollte zunächst die wichtigsten Arbeitsschutzbestimmungen erfüllen. Garantie dafür ist die GS-Plakette am Gerät. Ob der Bildschirm strahlungsarm ist, bestätigt das Siegel des TÜV Rheinland. Weitere Qualitätsmerkmale betreffen die Bildfrequenz und die Grafikauflösung. Je höher die gewählte Grafikauflösung ist, um so niedriger ist in der Regel die Bildwiederholfrequenz. Bei einer Auflösung von 800x600 Pixel sollte der Monitor eine Bildwiederholfrequenz von mindestens 75 Hz leisten, damit die Augen nicht durch Flimmern belastet werden. Über die Qualität der Darstellung entscheidet nicht nur der Monitor sondern auch die Grafikkarte und die eingestellte Auflösung. Ein guter Monitor der an einer schlechten Grafikkarte betrieben wird, bringt wenig - und umgekehrt. Generell gilt: Je höher die Grafikauflösung desto niedriger die Bildwiederholfrequenz. Stellen Sie Ihre Grafikauflösung deshalb möglichst auf 640x480 Pixel (15´´-Monitore) bzw. auf 800x600 Pixel (17´´-Monitore) ein. Alles darüber ist nur mit einer sehr guten Grafikkarte und 21"-Monitor sinnvoll. Am Monitor sollten Sie auf die richtige Einstellung von Helligkeit und Kontrast achten. In der Regel sollten Sie beides nicht auf Maximum stellen, da dann die Bildqualität leiden kann. Details finden Sie in der Anleitung zu Ihrem Monitor.
Achten Sie bei der Aufstellung darauf, daß keine Reflexionen von Fenstern oder Leuchten entstehen. Der Bildschirm sollte so auf dem Schreibtisch stehen, daß er parallel zur Hauptfensterfront verläuft. Damit werden Reflexionen und Blendungen durch einfallendes Tageslicht vermieden. Wichtig ist auch, daß der Bildschirm mindestens einen Meter Abstand zum Fenster hat. Nur so ist für ausreichend Kontrast auf dem Bildschirm gesorgt. Eventuell hilft es auch, das Sonnenlicht durch vorhandene Außenjalousien oder Lamellenvorhänge zu dämpfen. Lichtreflexe führen nämlich oft dazu, den Kopf oder den Oberkörper in eine bestimmte Richtung zu neigen oder zu verdrehen. Schmerzhafte Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich wären die Folge.
Der Abstand der Augen zum Monitor sollte 50 bis 80 Zentimeter betragen.
Der ausreichende Sehabstand ist abhängig von der Größe des Bildschirmes.
15-Zoll-Bildschirm: ca. 50 cm
17-Zoll-Bildschirm: ca. 60 cm
19-Zoll-Bildschirm: ca. 70 cm
21-Zoll-Bildschirm: ca. 80 cm
Die Oberkante des Bildschirms sollte maximal in Augenhöhe liegen. Dadurch werden Verspannungen im Schulter-Nackenbereich vermieden.


Tastatur

Da moderne Tastaturen in der Regel die ergonomischen Anforderungen erfüllen, ist die richtige Anordnung entscheidend. Die Handballen benötigen eine Auflegefläche von ca. 10cm vor der Tastatur. Sonst können Beschwerden im Schulter-Arm-Bereich und in den Handgelenken auftreten. Ideal sind geteilte ergonomische Tastaturen die der natürlichen Haltung der Hand entsprechen. Sie entlasten besonders Vielschreiber, die das Zehnfinger-System beherrschen.


Maus

Kaum jemand kann sich heute vorstellen daß das Computerzeitalter ohne Maus begann. Seitdem alle Computersysteme mit einer grafischen Oberfläche arbeiten, gehört dieses technische Tierchen auf beinahe jeden Schreibtisch. Wer sich eine neue Maus anschafft sollte zuvor ausprobieren, ob sie gut in der Hand liegt. Der Handballen bzw. die Handkante sollen auf dem Tisch aufliegen, die Maustasten leicht erreichbar sein. Das beugt Verkrampfungen der Finger und Hand vor


Tisch

Der Tisch muß genügend Platz für PC, Tastatur und Unterlagen bieten. Empfohlen wird eine Breite von ca. 120 cm. Um den erforderlichen Sehabstand zum PC-Monitor von 45-70cm zu ermöglichen, ist eine Tischtiefe von mindestens 80cm notwendig. Rollcontainer und Tischbeine dürfen die Bewegung nicht einschränken. Für den Tisch ist eine matte Oberfläche vorzuziehen, da so Reflexionen vermieden werden.
Vor allem sollten Bürostuhl und Arbeitstisch die richtige Höhe haben. Die Sitzfläche sollte so hoch eingestellt werden, dass die Füße bei waagerechtem Oberschenkel flach auf dem Boden aufsetzen. Der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel sollte 90 Grad betragen. Durch langes Sitzen staut sich häufig das rückfließende Blut in den Beinen. Hier gilt, öfters aufstehen und die Beine entlasten.
Der Winkel zwischen Ober- und Unterarm sollte ebenfalls 90 Grad betragen, wobei der Unterarm etwa waagerecht gehalten werden sollte. Die Tastatur des PC sollte ungefähr fünf bis zehn Zentimeter von der Tischkante entfernt stehen, so daß diese Fläche zur Auflage der Handballen genutzt werden kann.
Abwechselnd Sitzen und Stehen bringt Dynamik und Bewegung in den Büroalltag und aktiviert Geist und Körper.


Richtiges Sitzen

Langes Verharren in einer Sitzposition, sozusagen in statischer Haltung, ist selbst in der richtigen Haltung für Muskulatur und Wirbelsäule belastend. Bei Ermüdungserscheinungen neigen wir dazu, die aufrechte Sitzhaltung aufzugeben, die Schultern nach vorn fallen und das Becken nach hinten absinken zu lassen. Die Folge ist die Rundung des Rückens (Kyphotisierung), der Kopf wird zumeist in den Nacken genommen. Durch diese vorgebeugte Sitzhaltung werden die Bandscheiben extremen Druckbelastungen ausgesetzt und die Strukturen der Halswirbelsäule und Nackenmuskulatur in hohem Maße belastet. Durch ,,dynamisches Sitzen" mit wechselnden Sitzpositionen und Entlastungshaltungen lassen sich die Belastungen für Wirbelsäule und Rückenmuskulatur besser verkraften. Richtiges Sitzen kann die Belastung des Rückens bei der Arbeit am PC verringern. Hier einige Grundregeln:
Die Sitzfläche ausreichend nutzen, um Gesäß und Oberschenkel zu stützen. Nicht auf der Kante sitzen. Die Knie sind hüftbreit geöffnet. Die Fußsohlen stehen entspannt auf dem Boden, die Fußspitzen zeigen leicht nach außen. Oberschenkel, Knie und Füße bilden eine Linie.
Das Becken wird mit einer leichten Kippbewegung nach vorn gekippt (Po zurück), dabei sind die beiden Sitzbeinknochen spürbar. Der Oberkörper wird aufgerichtet. Die Halswirbelsäule wird gestreckt. Der  Schultergürtel  wird  locker ausgerichtet, die Schultern fallen nicht nach vorn.


Licht

Es  kommt darauf an, daß die Vorlagen und die Informationen auf dem Bildschirm gut lesbar sind. Voraussetzung: Ein gleichmäßig ausgeleuchteter Raum. Gerade im Blickfeld sollten die Kontraste so gering wie möglich sein, darum den Bildschirm nicht frontal, sondern parallel zum Fenster aufstellen. Das heißt aber auch, mit der Schreibtischlampe immer die Deckenbeleuchtung einschalten, zumindest wenn das Tageslicht nicht mehr ausreicht. Damit entsteht ein gleichmäßig helles Beleuchtungsniveau, ohne daß die Augen sich ständig den unterschiedlichen Helligkeiten anpassen müssen, Das gilt vor allem auch wenn der Arbeitsplatz mit einer Schreibtischlampe ausgestattet ist. Sie sollte nur als Zusatzbeleuchtung dienen.


Raumgestaltung

Viel Platz kann bei der Gestaltung des Raumes nicht schaden. Die Fläche vor dem Schreibtisch sollte mindestens 1m breit sein, damit ausreichende Bewegung möglich ist, zum Beispiel um die Sitzhaltung zu wechseln oder sich zu strecken. Wer die Möglichkeit hat, kann auch durch die Farbgestaltung im Raum die Arbeitsumgebung verbessern. Empfohlen werden weiße Decken, helle Wände und dunkle Böden.


Raumklima

Auch im Arbeitszimmer muß das Klima stimmen. Die Raumtemperatur sollte ca. 22 Grad betragen, im Sommer möglichst nicht über 26 Grad. Das läßt sich durch Jalousien oder Rolläden verhindern. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt im Idealfall zwischen 50% und 60%.
Dafür sorgen oft schon die Pflanzen im Raum. Gegen das Sauerstoffloch im eigenen Kopf kann etwas getan werden: Stündlich einmal gut durchlüften, das hält länger frisch.

Entspannungsübungen